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        Interessante Links zu Wünsdorf
 Wünsdorf
 Bücherstadt
 Garnisonsmuseum
 Aus dem Wünsdorfer Sagenschatz - Der Mann im Kahn

Auf dem Kleinen Wünsdorfer See, der den Bauern gehört, ist es zuzeiten nicht ganz geheuer. Manche haben des Nachts beim Fischen plötzlich einen Mann in einem Kahn gesehen. Sie haben deutlich seine Gestalt erkannt. Auf einmal ist er dann wieder verschwunden.
Nach dem mündlichen Bericht des Altsitzers F. Hartmann in Wünsdorf

Quelle: Teltower Sagen von W. Garnatz und F. Jungnitsch, Selbstverlag 1932.


 Durch die Jahrhunderte
14. Jahrhundert
1346 wurde Nächst-Wünsdorf als "Wustdorf" bzw. "Wusttorf" in der Propstei Zossen erwähnt.

15. Jahrhundert
1430 wurde Fern-Wünsdorf mit einem Schulzengericht "thu Ferren Wunstorf" erstmals aktenkundig.

16. Jahrhundert
1501 wurden 22 Pflugdienste (Hüfner) und 5 Kossäten in den beiden Dörfern erwähnt.
1545 hatten beide Dörfer je 13 Hufen (1 Schultze, 12 Hüfner, 4 Kossäten), die zu Spann- und Handdiensten auf Schloß Zossen verpflichtet waren.
1583 hatten beide Dörfer je 1 Zweihüfner (den Lehnschulzen) und 11 Einhüfner. In Fern-Wünsdorf kamen 4 Kossäten und der Müller der Wolziger Mühle dazu. Nächst-Wünsdorf hatte 3 Kossäten, darunter den Krüger. 2 der Kossäten waren hier 1575 und 1579 neu angesiedelt worden. Eine Pfarrkirche wurde erwähnt.

17. Jahrhundert
1618-1648 führte der Dreißigjährige Krieg zu großen Bevölkerungsverlusten.
1624 hatten beide Dörfer je 12 Hüfner und 4 Kossäten. Zu den Kossäten zählten in Fern-Wünsdorf 2 Leinenweber). Der Müller in der Wolziger Mühle gehörte zu Nächst-Wünsdorf.
1652 waren laut Bericht des Landreiters in Nächst-Wünsdorf noch 8 Bauern und 2 Kossäten (von den alteingesessenen Bauern waren noch da: Jochim Brößigk, Hanß und Adam Balcke, Christoff Fischer, Martin Theylicke, Michel Otto und Hanß Theyle; aus Jachzenbrück: Gurge Schmolle; auf 2 Kossätenhöfen saßen die Zugezogenen: Michel Zusche und Michel Boldenick) und in Fern-Wünsdorf der Vizeschulze, 3 Bauern und 3 Kossäten ansässig.(altansäßig waren die Bauern Bartell Balcke und Andreaß Schultze; von auswärts waren gekommen der Vizeschulze Jacob Lieben, der Bauer Hanß Müller und die 3 Kossäten: Andreaß Henicke, Adam und Gurge Zusch).
1655 waren die je 13 Hufen wieder besetzt. In Fern-Wünsdorf lebten 3, in Nächt-Wünsdorf 4 Kossäten.
1660 (ca.) wurde die Dorfkirche in Nächst-Wünsdorf erbaut.

18. Jahrhundert
1711 hatte sich an der Zahl der Hüfner und Kossäten in beiden Dörfern nichts geändert. In Nächs-Wünsdorf wurden außerdem ein Hirt, ein Knecht und ein Schmied erwähnt.
1734 hatte Nächst-Wünsdorf 101, Fern-Wünsdorf 85 Einwohner.
1743 gab es in Nächst-Wünsdorf einen Krug und außerhalb des Dorfes eine Schmiede.
1744 tritt an die Stelle der alten Dorfkirche von Nächst-Wünsdorf ein Rechteckbau mit eingezogenem Rechteckchor.
1755 wurden in Nächst-Wünsdorf 1 Lehnschulze mit 2 Hufen und Bürgeracker, 11 Einhüfner, 2 Kossäten (zu denen der Braukrüger gerechnet wurde), 1 Halbkossäte, 1 Viertelkossäte, 2 Büdner, 1 Schmied, ein Hirte, 2 Pare und 2 einzelne Einlieger gezählt. In Fern-Wünsdorf arbeitete der Lehrnschulze auf zwei freien Hufen. Neben 11 Einhüfnern gab es 2 Ganzkossäten mit etwas Acker, 1 Halbkossät, 2 Büdner, 3 Paar Hausleute und 2 Einliegerpaare. Der Schmied, der Krüger, die Hirten, der Prediger und der Schulmeister wohnten in Nächst-Wünsdorf.
1771 gab es in Fern-Wünsdorf 15 Bauern und 1 Paar Hausleute, in Nächst-Wünsdorf 16 Bauern, einen Schmied, einen Hirten, 2 Paar Hausleute.
1772 lebten in Fern-Wünsdorf 108 und in Nächst-Wünsdorf 144 Menschen.

19. Jahrhundert
1801 existierten in beiden Dörfern je 12 Bauern- und 3 Kossätenhöfe. Dazu kamen in Nächst-Wünsdorf 5 Büdner, 10 Einlieger, Schmiede Krug und Windmühle. In 26 Häusern lebten 163 Menschen. In Fern-Wünsdorf kamen bei einer Gesamteinwohnerzahl von 111 Personen 3 Büdner und 5 Einlieger zu den Bauern und Kossäten dazu. Das Dorf hatte 19 Häuser. Steuerleistungen : 100 T Kontribution, 50 T Kavalleriegeld, 10 T Kriegsfuhr- und Metzkorngeld.
1838 brannte die Kirche von Nächst-Wünsdorf ab und wurde neuerrichtet.
1840 wurden in Fern-Wünsdorf 20 und in Nächst-Wünsdorf 29 Wohnhäuser gezählt.
1858 gab es in Fern-Wünsdorf 15 Hofeigentümer, die mit 11 Knechten und Mägden arbeiteten. Daneben betrieben 12 Höfe Landwirtschaft als Nebenerwerb. Im Ort gab es 29 Arbeiter, 1 Schuhmachermeister, 2 Schneidergesellen, 1 Korbmachermeister, 1 Maurergesellen, 1 Viktualienhändler, 1 Krämer, 1 Musikanten, 2 Beamte und 1 Armen. Nächst-Wünsdorf zählte 17 Hofeigentümer mit 13 Knechten und Mägden und 7 Tagelöhner. 25 Landwirte waren im Nebenerwerb landwirtschaftlich tätig. Weiterhin lebten im Dorf 1 Stellmachermeister, 1 Grobschmiedemeister, 1 Fischer, 1 Krüger, 1 Musikant und 1 Armer. Die 69 Besitzungen in Nächst-Wünsdorf und Fern-Wünsdorf hatten folgende Größen: 1 Hof hatte 336 Morgen, 31 verfügten zwischen 30 und 300 Morgen (insgesamt 5346 Morgen), 11 besaßen zwischen 5 und 30 Morgen (zusammen 132 Morgen), 26 unter 5 Morgen (zusammen 53 Morgen).
1860 lebten in Nächst-Wünsdorf 247 und in Fernwünsdorf 236 Einwohner. Hinzu kamen 18 Bewohner der Wolziger Mühle und des Schlotthorstes. Nächst-Wünsdorf brachte 17 Taler Gewerbesteuer, 210 Taler Grundsteuer, 154 Taler Klassensteuer auf, Fern-Wünsdorf 17 Taler Gewerbesteuer, 168 Taler Grundsteuer, 105 Taler Klassensteuer.
1874 wurde mit Königl. Erlaß vom 24. Mai die Vereinigung beider Dörfer vollzogen. Wünsdorf wurde zur größten Gemeinde des Kreises Teltow (2800 Morgen Acker, 670 Morgen Wiese, 914 Morgen Weide, 1483 Morgen Wald).
1895 lebten in Wünsdorf 604 Menschen.

20. Jahrhundert
1900 hatte die Gemeinde eine Fläche von 2145 ha.
1905 lebten in Wünsdorf 708 Einwohner.
1906 begann mit dem Aufbau des Truppenübungsplatzes die Ansiedlung von Beamten und Gwerbetreibenden.
1910 wohnten 882 Einwohner im Dorf.
1925 wurde Wünsdorf von 1135 Personen bewohnt.
1931 umfaßte die Gemarkung der Gemeinde eine Fläche von 1339 ha.
1935 begann der verstärkte Ausbau der Militärstadt. Die in den folgenden Jahren erbauten Bunkeranlagen dienten als Zentrale des Oberkommandos des Heeres und waren eine Planungszentrale für die Kriege des nationalsozialistischen Deutschlands.
1939 hatte sich die Bevölkerungszahl auf 3153 Personen erhöht. Es gab 12 landwirtschaftliche Betriebe von 20 bis 100 ha, 10 von 10 bis 20 ha, 22 von 5 bis 10 ha und 72 unter 5 ha.
1945 wurde die Militärstadt von sowjetischen Truppen besetzt. Am 28. Mai wurde der Schulunterricht wieder aufgenommen.
1946 hatte das Dorf 3383 Einwohner. Sprengung der Bunkeranlagen "Maybach I" und "Maybach II". Der Nachrichtenbunker "Zeppelin" diente später bis 1994 als Nachrichten- und Kommandozentrale der Westgruppe der sowjetischen/russischen Streitkräfte.
1954 wurde in Wünsdorf eine Apotheke eröffnet.
1957 kam der Wohnplatz Gutsbezirk Zehrensdorf zu Wünsdorf.
1959 wurde die erste LPG (Typ I) mit 10 Mitgliedern und 31 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche gegründet.
1961 wurden die LPG (Typ I) "Deutsch-Sowjetische Freundschaft" und "Heimatliebe" in Wünsdorf vereinigt. Gründung der PGH des Dachdeckerhandwerks.
1964 hatte sich die Bevölkerungszahl auf 2574 reduziert.
1970 wurde Neu-Wünsdorf Ortsteil von Wünsdorf.
1971 lebten in Wünsdorf 2451 Menschen.
1973 waren die PGH des Dachdeckerhandwerks, die LPG und die Revierförsterei die größten ansässigen Betriebe.
1974 wurde Neuhof nach Wünsdorf eingemeindet.
1994 zogen die letzten russischen Truppen aus der Militärstadt ab.
1996 wurde mit der Ansiedlung von Mennoniten aus der früheren Sowjetunion in der Wünsdorfer Waldstadt begonnen. In sanierten Gebäuden der Waldstadt lebten bereits 80 Menschen.
1997 wurde am 29. September das Wrack einer britischen Avro Lancaster, der 1944 abgeschossen worden war, aus dem Wünsdorfer See geborgen. Ab 15. Oktober wurden die ersten 700 ha von 5400 ha des ehemaligen Truppenübungsplatzes für die Öffentlichkeit freigegeben.
1998 wurde die Bücherstadt am 12. September eingeweiht. Am 15. Juni begann in einer von russischen Schülern bis 1994 genutzten und mit 8 Mio. DM sanierten Schule der Unterricht für die Grundschüler von Wünsdorf und der Waldstadt.
1999 wurde am 25. März der Radweg an der B 96 zwischen Wünsdorf und Waldstadt eingeweiht.